128 Jahre St. Patrokli-Domchor

Ein kurzer Überblick - von der Chorgründung bis heute - soll Ihnen dieser Betrag bieten.

Am 2. Juli 1886 schlossen sich sangesfreudige Männer aus dem Verein "Katholische Bürger-gesellschaft Erholung" zum "St. Patrokli- Kirchenchor" zusammen. In der Gründungsurkunde ist als Zweck des Vereins angegeben, „den katholischen Gottesdienst durch mehrstimmigen Gesang neben dem Volksgesang zu verschönern“. Nachdem einige Jahre später auch Frauen zugelassen wurden, wuchs die Chorgemeinschaft bis 1890 auf 56 Sängerinnen und Sänger an.

Durch Beschluss der Generalversammlung ging der Chor 1893 im Pfarr-Cäcilien-Verein auf. Kaplan Josef Preising übernahm das Dirigat, und unter seiner Führung erlebte der Chor seine erste Blütezeit. Er wurde um die Jahrhundertwende zu den besten in der Diözese gerechnet. Ab 1909 war Rektor Bernhard Göbel Dirigent des Chores.

Während des ersten Weltkrieges nahm die Zahl der Sänger ständig ab. 1920 traten aus der von Lehrer Wilhelm Kruse gegründeten „Musikgesellschaft“ (gemischter Chor) 36 Damen dem St. Patrokli-Kirchenchor bei. An allen Sonn- und Feiertagen beteiligte sich der Chor an der musika-lischen Gestaltung der Gottesdienste. Über 50 Jahre war der Probenraum im Kolpinghaus.

1924 legte Rektor Göbel als Vorsitzender und Dirigent seine Ämter nieder. Er wurde mit großem Dank verabschiedet. Der Kirchenvorstand setzte Wilhelm Osterwinter hauptamtlich als Organisten, Chorleiter und Kirchenrendanten ein.

1939 übernahm Ehrenmitglied Wilhelm Kruse die Leitung des Chores für den zum Kriegsdienst eingezogenen Chorleiter Osterwinter, bis ihn eine schwere Krankheit zur Aufgabe zwang. Danach stellte sich Heinrich Sändker zur Verfügung, unterstützt von Schwester Freda, bis auch er an die Front gerufen wurde und Schwester Freda allein vor dem Chor stand.

1941 wurde das Kolpinghaus durch Bomben beschädigt. Von da ab probte der Chor im Pfarrheim an der Niedergasse. Als Schwester Freda erkrankte, übernahm Musikdirektor Robert Krings die Leitung bis August 1945. Danach konnte Heinrich Graefenstein als Chorleiter gewonnen werden.

1965 schied er aus den Diensten der St. Patrokli-Gemeinde aus, um sich in Dortmund am Konservatorium ganz der Ausbildung des Organisten-Nachwuchses zu widmen. Hans Schmidt, ein Schüler Graefensteins, setzte die Arbeit seines ehemaligen Lehrers engagiert fort. 1969 wurde die St.Patrokli-Gemeinde zum „kirchenmusikalischen Zentrum“ ernannt – eine richtungsweisende Auszeichnung für den Kirchenchor und seinen Leiter Hans Schmidt.

Seit 1976, nach der Restaurierung des Domes, ist das Christkönigsfest im November zum traditionellen Aufführungstag von Orchestermessen geworden. Werke von Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert sind auch heute noch sehr beliebt bei Chormitgliedern und Gemeinde.

Als Höhepunkt des Jubiläumsjahres 1986 führte der Chor Händels „Messias“ im Dom auf. In den folgenden Jahren erwies es sich, dass der Chor nach wie vor für seine kirchenmusikalischen Aufgaben große Einsatzbereitschaft zeigte und durch seinen Chorleiter Hans Schmidt zu hervor-ragenden Leistungen gebracht wurde.

1990 wurde Hans Schmidt offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Besonderer Dank gebührte ihm dafür, dass er über seine Pensionierung hinaus die Probenarbeit bis zum Eintreffen seines Nachfolgers weiterführte.

1990 übernahm Roland Krane den Kantorendienst. Der Aufgabenbereich des neuen Dom- und Regionalkantors blieb sehr umfangreich. In zahlreichen Orgelkonzerten, Orchestermessen und vor allem bei der Ausbildung des Organistennachwuchses wurden Roland Kranes Qualifizierungen deutlich.

In seiner neuen Satzung erhielt der St. Patrokli-Kirchenchor 1999 die offizielle Bezeichnung „St. Patrokli-Domchor“ - wie der Volksmund ihn schon lange nannte.

Wegen Umstrukturierungen im Erzbistum Paderborn wurde die Stelle des Regionalkantors in Soest aufgelöst und Roland Krane zum 1. Oktober 2008 nach Erwitte ins Dekanat Lippstadt-Rüthen versetzt. Bis ein neuer Kantor gefunden werden konnte, leitete Solosänger und Chormitglied Dieter Mohme die Probenarbeit.

Seit dem 1. April 2009 ist Stefan Madrzak Patrokli-Domorganist und Kantor. Er engagiert sich erfolgreich für vielfältige Formen der Dom-Musik: Chorkonzerte, Orgelkonzerte und –matineen sowie Kammermusik. Neben dem Domchor leitet er den Projekt-Kammerchor sowie den „Chor der Kommunionkinder“.

2011 feierte der St. Patrokli-Domchor sein 125-jähriges Bestehen mit einem umfangreichen Festprogramm: Messen, Orgelmatineen, Instrumental- und Chorkonzerten. Inzwischen ist der Domchor unter Stefan Madrzaks Leitung auf über 70 Sängerinnen und Sänger angewachsen, die mit viel Freude bewährtes und neues Liedgut einüben und die Gottesdienste der Gemeinde mitgestalten.

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